Oberliga Sachsen: SG scheitert knapp am perfekten Wochenende

SV Lok Görlitz – SG Auerbach/Netzschkau 12:16 (3:2, 2:4, 6:5, 1:5)

SG Auerbach/Netzschkau – SC Chemnitz 1892 16:18 (6:2, 3:4, 3:4, 4:8)

Die SG Auerbach/Netzschkau trat am Samstag, 18.04.2026 mal wieder die weite Reise ins Görlitzer Neissebad an. Die dortigen Hausherren waren unabhängig vom Tabellenstand für die Vogtländer schon immer einer der am schwersten zu bespielenden Gegner und so stellten sich die Männer von Trainer M. Wolff auf eine harte Partie ein. Und auch gleich zu Beginn ging es richtig zur Sache. Das erste Tor fiel erst nach über 2 Minuten durch V. Baum, vorher musste schon der Heimtorwart nach einem undurchsichtigen Gerangel vorm Görlitzer Gehäuse verletzt das Wasser verlassen. Die Lausitzer erkämpften sich im 1. Viertel eine knappe 3:2 Führung und konnten diese im 2. Durchgang bis auf 5:2 ausbauen. Doch ein von Torwart Jahn parierter Strafstoß gab das Signal zur Aufholjagd und Scheibchen gelang kurz vor der Halbzeit die 5:6-Führung. Bis zum Schlußabschnitt wurde sich nichts geschenkt und kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Dann traf der heute sehr starke Münz zum 11:12, Mikulcak und Schädlich erhöhten auf 11:13 und ab jetzt bissen sich die Görlitzer an der SG-Verteidigung regelrecht die Zähne aus. Das zahlreiche Heimpublikum wurde immer leiser und V. Baum machte dann mit 2 sauber vorgetragenen Kontern den Auswärtssieg perfekt.

Dass die nächste Begegnung mit Chemnitz trotz des Erfolges im Hinspiel kein Selbstläufer werden würde, war allen klar. Der SC machte von Beginn an Dampf, doch die Vogtländer die Tore. Das 6:2 kam für alle fast etwas überraschend und spiegelte nicht ganz den Spielverlauf wieder. Chemnitz, mit immerhin 4 (äußerst treffsichern) Spielerinnen angetreten, erhöhte den Druck und kam immer näher. Flügelspieler Münz musste dann verletzt zwischenzeitlich das Wasser verlassen und die SGler verteidigten verbissen den immer knapper werdenden Vorsprung bis in letzte Viertel (12:10). Dann machte sich langsam der Kräfteverschleiß bemerkbar. Chemnitz glich 5 Minuten vor Schluß aus und legte gleich das 12:13 nach. Im folgenden Schlagabtausch brachte zwar Gotter seine Farben wieder mit 16:15 in Front, aber die „Nischelstädter“ drehten nach 2 unnötigen Überzahlen auf 16:17. In den letzten verbleibenden15 Sekunden des Spiels setzte Trainer Wolff alles auf eine Karte, nahm eine letzte Auszeit und den Torwart für einen zusätzlichen Feldspieler raus. Leider landete der letzte Wurf im Block, beim Nachsetzen entschieden die Schiris auf Stürmerfoul und die Chemnitzer trafen nochmal ins leere Tor der Vogtländer.

Auch wenn ein unerwarteter perfekter 6-Punkte-Spieltag im Bereich des Möglichen lag, waren die Spieler aus Auerbach und Netzschkau besonders mit der kämpferischen Leistung mehr als zufrieden. Und wieder machte mit Louis Schenker ein weiterer Akteur aus dem eigenen Nachwuchs ein ordentliches Debüt in der Männermannschaft.

SG Auerbach/Netzschkau spielte mit:

M. Jahn (TW), S. Scheibchen (3 Tore), L. Schenker, S. Kämpf, R. Mikulcak (8), T. Scharff, T. Jugel, M. Gotter (1), K. Bernhard, S, Schädlich (11), N. L. Anke (1), K.-U. Müns (4), V. Baum (5), Trainer: M. Wolff